22. Januar 2012

Schleck weg

Schlecker ist also insolvent. Wirtschaftlich konnte das so nicht gut gehen heißt es und die Ignoranz konnte auch nicht klappen. Ignorant gegenüber Image und gegenüber den Mitarbeitern, die sich als Dienstleister verstehen sollten. Bei Reuter ist nett nachzulesen, dass Anrudern gegen jede Form des Arbeitnehmerschutzes kein Geschäftskonzept sein kann. Andere Mitbewerber verstanden das auch nicht und umgingen Betriebsräte durch die Gründung einer GmbH für jedes einzelne Geschäft. Dabei wird dann locker zu absurden Kosten unmstrukturiert, Hauptsache der "Feind" bleibt draußen.  Dumm nur, wenn gleichzeitig weniger Kunden kommen und ungerecht, dass man ein eigenes Schwarzbuch hat.
Der nächste Schritt derartiger Ignoranz heißt "Fachkräftemangel". Oder anders: die Axt im Walde beschwert sich, dass die Bäume nicht mehr nachwachsen. 
Manche Anwälte sehen sich als Abnicker der Sturheit des Mandanten und verdienen gut damit. Andere sehe sich (auch) in der Rolle des Hofnarren, der dem König hin und wieder die Meinung sagt - sofern nicht gerade der ganze Hofstaat daneben steht.

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