4. Juli 2011

Fake-Job

Gelegentlich, oder gar nicht nur gelegentlich versuchen Unternehmen Stellen zu besetzen, die gar nicht zu besetzen sind. Stellenausschreibung als Marketinginstrument. Wer Mitarbeiter sucht, startet durch, also sucht man Mitarbeiter. Kleine Frage am Rande: macht man sich gegenüber Bewerbern schadensersatzpflichtig, die viel Mühe und damit Zeit in eine Bewerbung investieren, die gar keine ist?

Kommentare:

  1. Selbst wenn, wie hoch wäre der Schaden, wenn im Text steht, daß man ausschließlich Bewerbungen per email zuläßt?

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  2. Dann wären die meisten größeren Anwaltskanzleien ja pleite ("international ausgerichtete, in allen Gebieten des nationalen und europäischen Wirtschaftsrechts tätige Spezialistenkanzlei sucht weiteren Eliteanwalt (m/w) auf dem Gebiet des Arbeits-, Kartell-, Wettbewerbs- und Gesellchaftsrechts. Sie sind belastbar, engagiert, haben zwei gehobene Prädikate (> 10 Punkte), promoviert (selbst) und einen LL.M. einer großen britischen oder us-amerikanischen Universität, haben einen, vorzugsweise zwei Fachanwaltstitel erworben und denken unternehmerisch, wie wir auch..."). Vor allem Boutiquen machen doch seit Jahren Stellenanzeigen dieser Art ohne jeden Bedarf.

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  3. @anonym: Da bin ich ganz bei Ihnen, die Höhe zu bestimmen wäre natürlich das Problem und dann die Anspruchsgrundlage für den nicht wirklich entgangenen Verdienst. vielleicht einfach der übliche Stundenverdienst (Anspruchsgrundlage?) für die investierte Zeit. Schlimmer wäre doch der Ansehensverlust des angeblichen Arbeitgebers wegen seiner Fake-Ausschreibung.

    @Wolf Reuter: lustig wäre es, einfach mal wegen Diskriminierung zu klagen ("ich hab den Job nicht bekommen") und dann vor Gericht die peinliche Antwort abzuwarten: "wir haben gar keinen Anwalt gesucht"

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  4. @Wolf Reuter: lustig wäre es, einfach mal wegen Diskriminierung zu klagen ("ich hab den Job nicht bekommen") und dann vor Gericht die peinliche Antwort abzuwarten: "wir haben gar keinen Anwalt gesucht"
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    Meine BR-Arbeit macht mir immer mehr Spaß seit ich Richter und Anwälte auf Schulungen und Kongressen kennen lerne, die den gleichen "Humor" haben, wie Sie hier ansprechen und oft auch von Praxisfällen berichten, die ihnen selbst vorgelegt wurden oder sie selbst initiiert haben. Dies gibt mir oft die Kraft und den Mut, bei meiner Arbeit auch mal unangenehm zu werden und nicht zusammen mit den "alteingessenen" BRlern den bisherigen Schmusekurs zu dulden. Die mir vom AG entgegen gebrachten "Unannehmlichkeiten" -ich muss vorsichtig formulieren- nehme ich derzeit dafür noch gerne in Kauf...

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