10. März 2011

Kündigung und BEM

Krank und Kündigung ist arbeitsrechtlich ein nettes Minenfeld der Ungewissheit (aber was ist schon geweiss im Arbeitsrecht?). Die Überwindung ist einfacher und schwieriger geworden, weit Gerichte das BEM entdeckt haben.
Schwieriger, weil neben der negativen Sichtweise auch noch betriebliches Eingliederungsmanagement ablaufen muss.
Einfacher, weil das schief gelaufene BEM auch gleichzeitg die Voraussetzung für eine solide Kündigung werden kann: um wen man sich bemüht hat und es wurde leider nichts, der fliegt dann eben raus. Hört sich auch nicht ganz unlogisch an. In der Praxis führt man aufwändig eine Maßnahme durch, die trotz aller mühevoller Arbeit keine Weiterbeschäftigung ermöglicht. Oder der Arbeitnehmer verweigert sich, dann ist auch nichts zu machen.
Ein Versuch für die letzte Variante wehte heute über den Schreibtisch. Man lädt zum "Gespräch" und kündigt an, dass der Unternehmensanwalt gleich neben dem Betriebsarzt sitzt. Das Wort "Kündigung" steht auch noch auf dem Schreiben. Auf ein freundliches Schreiben mit der Bitte wegen weiterer Krankschreibung (bla und blub der ungefähren Erkrankung) zu verschieben, kommt eine verschnupfte Reaktion.
Kommt morgen die Kündigung, weil der Arbeitnehmer sich dem BEM verweigert?

Kommentare:

  1. Das ist nicht mehr Verweigerung, das ist die krasse Kampfansage! Was bildet der sich ein, wo der Betriebsanwalt doch viel netter als der Betriebsarzt ist...

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  2. ähm, ich werde dann einfach die Kündigung mit Ihrem Kommentar an die Berufshaftpflicht schicken

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  3. Ein Kollege von mir sagt zu solchen Sachen immer "Da wird BEM zu BAMM!" :)

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