28. Februar 2011

wie man sich beim Arbeitgeber Gehör verschafft

ein unbekanntes Wesen des Arbeitsrechts ist die Schwerbehindertenvertretung. Noch unbekannter, dass der Arbeitgeber die Schwerbehindertenvertretung fragen und ihr auch zuhören muss. Im schlimmsten Fall gibt es Ordnungswidrigkeiten nach § 156 SGB IX, die richtig teuer werden können und die Aussetzung von Entscheidungen nach § 95 II Satz 2 SGB IX.
Die Aussetzung kann aber in der Konsequenz angeblich gar nichts, oder?
Mein konkretes Besispiel. Der Arbeitgeber mahnt ohne Anhörung der Schwerbehindertenvertretung ab. Geht diese nun der Weg der Aussetzung der Maßnahme müsste der Arbeitgeber seine Abmahnung wieder einsammeln, könnte aber nach sieben Tagen das selbe Pamphlet noch einmal austeilen. Gewonnen ist nicht unbedingt viel, peinlich ist es allemal. Und der freundliche Personaler wird für die Zukunft einfach mal in einem unbekannten Gesetz lesen.
Geht das? Ich behaupte mal deutlich ja. Sonst hätte die Aussetzung keinen Sinn. Spannender wird die Sache bei der 14-Tages-Frist der außerordentlichen Kündigung.

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