24. Januar 2011

Frauen-Power

Der Betriebsrat Blog beschäftifgt sich heute mit der Frau als Vollzeitkraft. Jede soll, wenn Sie will. Gerne. Bei uns wird auch gearbeitet, wenn auch nicht ganz Vollzeit.
Nur mit der Betreuung habe ich so meine Probleme. Klar, es gibt zu wenig davon. Aber allein mit dieser Betreuungsgeschichte löst man die Probleme nicht. Wenn man den Weg zur und von der Arbeit miteinrechnet müsste man die kleinen Prinzen und Prinzessinnen etwa 50 Stunden fremdbetreuen lassen und das finde ich schon reichlich. Die Kinder kommen in den burn-out bevor sie das arbeiten anfangen - oder ist das übertrieben? Ich möchte ehrlich gesagt nicht 50 Stunden pro Woche in einer staatlichen Einrichtung zubringen. Ich kenne auch niemanden, der z.B. 50 Stunden jede (!) Woche in der Uni war.
Mal ganz abgesehen von der Geschichte, dass man die Schweinegrippe nicht in den Kindergarten bringen soll und auch schon unterhalb Pest und Cholera mindestens 20 Tage klar bekommen muss, an denen das Kind nicht außer Haus kann. Da kommt ja dann keiner ins Haus. Und dann die Ferien. Und nach dem Kindergarten kommen 13 Wochen Schulferien im Jahr.
Mal ganz im Ernst: staatliche Betreuung hin oder her, aber ohne Großeltern, zusätzliche Babysitter, Freiheit des Selbständigen, Homeofficetage führt zu 2 vollzeitarbeitenden Eltern kein Weg.
Frauen, die meinen, mit Krippenplatz alleine steht der Karriere nichts mehr im Wege, schätzen die Realität völlig falsch ein.
Zusätzlicher Vorschlag (Handwerk und Produktion sehen dabei natürlich anders aus): Arbeitgeber muss dem Arbeitnehmer zu 30 - 50 % die Möglichkeit geben von zuhause aus zu arbeiten. Das Absitzen von Bürostunden wird allgemein überschätzt und wir leben im Zeitalter moderner Kommunikation. Aber vielleicht ist das ein Punkt, der sich irgendwann von alleine ergibt. Arbeitgeber, die diese Chance der Mitarbeiterbindung nicht erkennen, stehen bald alleine da.
Und dann noch mal zum Thema Teilzeit: vielleicht mus man auch überlegen, ob arbeitn nun wirklich so toll, dass man davon gar nicht genug bekommen kann.

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