4. November 2010

die Anfrage

Zum Thema was alles so in der Post auf den Schreibtisch gewackelt kommt eine besonders nette Darstellung eines württembergischen Inkassobüros. Bei derartigen Umfängen kann ich nicht mithalten, dafür hab ich mehr von der Sorte.
Beliebt sind Schreiben mit der Ansage "sehr geehrte Damen und Herren" offensichtlich diverse Male kopiert und mit der Aufforderung der Gerechtigkeit zum Sieg zu verhelfen. Hier wurde ein konkreter Anwalt ausgesucht und mit einer Darstellung über unglaubliche Summen von mehreren Millionen Schmerzensgeld und Schadensersatz angereichert. Gegner ist häufig der Staat, seltener die Kirche, häufig auch "Herr Dieter Müller" (Name geändert) von der Behörde XY.
Nahezu immer klingt recht bald an, man habe kein Geld. Aber es ginge ja hier um Fragen der Menschenwürde, der Gerechtigkeit, derBewahrung des Abendlandes.
Und überhaupt. Not. Grausamkeit. Behördenwillkür.
Offensichtlich sind immer wieder Sozialrechtler gefragt, die sind sozial. Und arbeiten für wenig.
Auf dem neuesten technischen Stand sind diese Schreiben häufig per eMail übersandt und teilweise darf man sich auch bewerben. Der Absender sucht sich dann den besten Anwalt aus, der auch wirklich glaubhafte Zusicherungen und Garatien abgibt.
Blöd nur, dass ich für die Bewerbung meine Examenszeugnisse gerade momentan nicht finde.

Kommentare:

  1. Als Gegner werden auch gerne Betreuungsrichter genommen. Ich spreche aus heutiger Erfahrung. Und Sie haben so recht mit der Anrede, sie lautet auch hier "Sehr geehrte Anwälte".

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  2. Scheint auch eine ganz nette Art zu sein hin und wieder den tristen Büroalltag ein wenig aufzulockern. Sie haben da den klaren Vorteil, dass sie solch einen Unsinn einfach löschen bzw. wegwerfen können. Ich dagegen musste mich wohl oder übel durch das Chaos kämpfen um überhaupt erst mal erahnen zu können, ob es brauchbar ist, oder direkt für den Müll bestimmt ist.
    Sollten Sie also einen Aktensortierer benötigen, Anruf genügt! Bei entsprechendem Stundenlohn lässt sich darüber sogar reden.

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  3. ich lösche doch nicht ;-) wenn sich irgendwie herausfinden lässt worum es geht, antworte ich sogar. Auf die Frage "kann man da etwas machen?" antworte ich wahrheitsgemäß mit "ja" bzw. "Sie sollten Widerspruch einlegen"

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